Kontakt mit Schimmel – Gefahr für die Gesundheit?

Schimmelpilz GesundheitSchimmel sind ein fester Bestandteil der Natur. Sie kommen überall vor und leisten einen unverzichtbaren Beitrag bei der Zersetzung von organischen Substanzen. Schimmelpilze findet man nicht nur in Wald und Wiesen, im Laub, Erdboden und auf dem Kompost. Die sogenannten saprophilen Pilze ernähren sich auch von toten, zellulosehaltigen Substanzen wie Tapeten, Papier oder anderen Baustoffen. Die Schimmelpilzsporen werden in erster Linie über die Luft

verbreitet. Die ubiquitären Schimmel siedeln sich dann dort an, wo akzeptable Lebensbedingungen herrschen – also überall dort, wo sie ausreichend Nährstoffe und Feuchtigkeit finden. Generell lassen sich Schimmelpilze im Alltag also nicht vermeiden. Der Kontakt mit zu hohen Konzentrationen von Schimmel kann jedoch die Gesundheit stark beeinträchtigen. Denn generell können Schimmelpilze Allergien auslösen und verstärken, das Wohlbefinden beeinträchtigen oder durch Giftwirkung und Infektionen schwere Gesundheitsschäden verursachen.

Wie wirkt Schimmel auf die Gesundheit des Menschen?

Verschiedene Arten von Schimmel haben unterschiedliche Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier. Anfangs können sich die durch Schimmelpilze hervorgerufenen Beschwerden durch unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Magen-Darm-Beschwerden, Gelenkschmerzen oder auch Neurodermitis, Haut- und Nagelpilze äußern. Gelangen die Sporen durch Einatmen in den menschlichen Körper, so kann man auffällig oft allergische Reaktionen beobachten: Niesanfälle, Husten oder Asthma bronchiale können die Folge sein. Die Gesundheit von immunschwachen Personen, Allergikern oder Kindern ist besonders gefährdet, diverse Schäden durch den Einfluss von Schimmelpilzen zu erleiden.

Können dauerhafte Schäden der Gesundheit durch Schimmel entstehen?

Neben den unspezifischen Symptomen können hohe Schimmel-Konzentrationen, die durch Nahrungsaufnahme oder Einatmen in den Körper gelangen, auch dauerhafte, schwerwiegende Infektionen oder andere Beeinträchtigungen der Gesundheit verursachen. So wird der Gattung „Aspergillus“ nachweislich unterstellt, die Aspergillose – eine schwere Infektion der inneren Organe – zu verantworten. Einige Schimmelpilzgifte können zudem krebserregende, nieren- und leberschädigende, mutagene oder fruchtschädigende Wirkungen haben. Schimmepilzinfektionen der inneren Organe können in schlimmsten Fällen sogar zum Tod führen.

Schimmel – Erste Hilfe bei Schäden der Gesundheit

Dass Schimmel die Gesundheit negativ beeinflusst, ist mittlerweile bekannt: Heutzutage weiß man von ca. 100 Schimmelpilzarten, die Allergien beim Menschen (besonders bei Kindern) auslösen können. Meist ist es jedoch schwierig, zwischen Symptomen oder Beeinträchtigungen der Gesundheit und den Schimmelpilzen eine direkte Verbindung herzustellen. Besteht der Verdacht auf eine solche Erkrankung, kann der Hausarzt weiterhelfen. Es gibt zudem einige Zentren, die sich auf Erkrankungen durch Umweltbelastungen spezialisiert haben. In jedem Fall sollte der Schimmelbefall in Innenräumen ordnungsgemäß beseitigt werden- und ebenso muss die Ursache des Befalls ermittelt werden. Bei saisonal bedingten, hohen Schimmelpilzsporenkonzentrationen in der Außenluft sollten Aktivitäten im Grünen hauptsächlich zwischen Juli und August gemieden werden.

 

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