Symptome bei Schimmelbeschwerden

Beschwerden SchimmelSchimmel sind Mikroorganismen, die eine Vielzahl unterschiedlicher Schimmelpilzgifte, sogenannte Mykotoxine, produzieren. Diese können bei Mensch und Tier durch Einatmen oder durch die Nahrungsaufnahme leichte bis schwerwiegende, gesundheitliche Schimmelbeschwerden und Symptome verursachen. Diese Symptome und Schimmelbeschwerden können sehr vielfältig sein, sodass es oft schwierig ist, eine direkte Verbindung zu den Erregern herzustellen. Schimmelpilze kommen im Alltag überall vor. So ist auch nicht unbedingt der einmalige Kontakt oder die Begegnung mit niedrigen Konzentrationen von Schimmelpilzsporen gesundheitsschädlich, vielmehr entstehen die ersten Symptome oder Schimmelbeschwerden bei hohen Konzentrationen sowie bei regelmäßigem Verzehr oder Kontakt mit Schimmel.

Symptome bei Schimmelbeschwerden – Allergien

Schimmel gilt heutzutage als ernst zu nehmender Risikofaktor für allergische Reaktionen – insbesondere Asthma. Meist gelangen die kleinsten Schimmelpilzsporen über das Einatmen in den menschlichen Körper und lösen hier Symptome und Schimmelbeschwerden wie Schnupfen, Husten, Atemnot, Bronchitis oder auch Hautreaktionen und Augenbrennen aus. Kinder und empfindliche Personen sind hauptsächlich betroffen. Die Konzentrationen von Schimmel in der Luft sind jahreszeitenabhängig, in der Raumluft spielt meist ein falsches Lüftungs- und Heizverhalten eine wesentliche Rolle. Schimmel bevorzugen in der Regel Feuchtigkeit und Wärme. Findet in Räumen dauerhaft kein richtiger Luftaustausch statt, so bekommen Allergiker und Kinder die genannten Symptome durch Schimmel oft zu spüren. Auf der anderen Seite sind nicht alle allergischen Symptome auf Schimmelpilze zurückzuführen. Hausstaubmilben gehören ebenfalls zu den Hauptauslösern von Allergien im Haus.

Symptome bei Schimmelbeschwerden – Infektionen

Schimmel kann besonders bei immunschwachen Personen und Kindern schwere Infektionen der Atemwege oder innerer Organe hervorrufen. Am bekanntesten ist hier die Aspergillose, die durch Schimmel der Gattung Aspergillus verursacht wird. Hierbei handelt es sich um eine Infektion der Atemwege, die in seltenen Fällen sogar tödlich enden kann. Krebspatienten und Patienten nach Organtransplantationen bilden eine ganz spezielle Gruppe der Risikopatienten. Sie machen statistisch über die Hälfte der Betroffenen aus, die an einer Krankenhaus-Infektion durch Schimmel erkranken. Auch Infektionen von Haut und Nägeln oder eine generell erhöhte Infektanfälligkeit können als Symptome bei Schimmel auftreten.

Allgemeine Symptome bei Schimmelbeschwerden

Schimmel kann akute Symptome und Schimmelbeschwerden unterschiedlicher Art verursachen: Von Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Magen-Darm-Beschwerden, Durchfall, Erbrechen und Muskelschmerzen bis hin zu Krämpfen, Lähmungserscheinungen und rheumatischen Nebenwirkungen. Langfristig können besonders die Mykotoxine einiger Schimmel erbschädigend, zellschädigend, leber- und nierenschädigend wirken. Einige Schimmel stehen zudem im Verdacht, krebserregend zu sein. So konnte vermehrt Speiseröhren- und Leberkrebs bei Patienten festgestellt werden, die häufigen Kontakt zu bestimmten Schimmelpilzen und Schimmelpilzgiften hatten. Ebenso wird die hohe Rate von Leberkrebsfällen in Westafrika mit schimmelbelasteten Nahrungsmitteln in Verbindung gebracht.

 

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