Grüner Schimmel – ein Gesundheitsriskiko

Grüner SchimmelGrüner Schimmel gehört zu den häufigsten Schimmelarten in Gebäuden und auf Lebensmitteln. Wie andere Schimmelarten kann auch grüner Schimmel Allergien und Atemwegserkrankungen auslösen, wenn die Schimmelpilzsporen eingeatmet werden.

Welche Charakteristika weist grüner Schimmel auf und wie können Sie grünen Schimmel beseitigen? Gibt es Möglichkeiten zur effektiven Vorbeugung? Diese Fragen werden Ihnen hier beantwortet. Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie gegen grünen Schimmel vorgehen können.

 

Wussten Sie schon, dass...Schimmel Info

... die Färbung des Schimmels je nach Standortbedingungen durchaus variantenreich sein kann? Der Untergrund, auf dem der Schimmel wächst, kann die Farbe des Schimmels beeinflussen. Oft befallen auch verschiedene Schimmelpilze eine Fläche und wachsen nebeneinander zu Kolonien zusammen.

Grüner Schimmel ist meist flauschig

Bei grünem Schimmel handelt es sich sehr oft um die Art Aspergillus fumigatus, welcher zur Gattung der Gießkannenschimmel gehört. Die typische grüne Farbe des Schimmelpilzes wird von Farbpigmenten in den Sporen („Samen“) des Pilzes hervorgerufen. Aspergillus fumigatus bildet häufig typische Schimmelpilzkolonien aus. Je nach Nährboden bzw. Untergrund kann grüner Schimmel aber auch große Flächen besiedeln. Die Konsistenz von grünem Schimmel ist in der Regel flauschig. Wegen seiner grünen Farbe wird der Schimmel teilweise mit Algen verwechselt. Algenbeläge sind jedoch nicht oder wenig flauschig und Algen breiten sich weiterhin meist großflächig und nicht in Form von Kolonien aus.

Wie kommt grüner Schimmel in die eigenen vier Wände?

Da grüner Schimmel eine wichtige Rolle beim Abbau von organischer Totsubstanz spielt, sind die nahezu unsichtbaren Sporen des Schimmels in der Außenluft allgegenwärtig. Beim Lüften oder durch Anhaftungen an Nahrungsmitteln dringen diese problemlos in Innenräume ein. Findet grüner Schimmel optimale Wachstumsbedingungen vor, kann dieser auch in Wohnräumen wachsen.

Er liebt Feuchtigkeit und zeigt sich daher oft

Welche Gesundheitsgefahren gehen von grünem Schimmel aus?

Grüner Schimmel setzt verschiedenste Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) wie Fumagillin und Gliotoxin frei. Diese können bei Menschen und Tieren unter anderem Allergien, asthmatische Beschwerden und eine Schwächung des Immunsystems hervorrufen. Schimmelpilzsporen gelangen in die Raumluft und werden über die Atemwege aufgenommen. Bei einer allgemeinen Schwächung des Immunsystems durch zum Beispiel Medikamente oder Erkrankungen besteht beim Kontakt mit Schimmelpilzen oder Schimmelpilzsporen auch das Risiko einer lebensbedrohlichen Aspergillose. Bei der Aspergillose bilden sich in der Lunge Schimmelpilzherde aus [1].

Grünen Schimmel entfernen - So geht's!

In unserem praktischen Video zeigen wir Ihnen, wie Sie einen kleinen Schimmelbefall selbst entfernen können!

 

Kleinere von grünem Schimmel befallene Flächen bis zu 0,5 m² können Sie mit hochprozentigem Alkohol (80 %) abreiben. Diesen können Sie zum Beispiel in der Apotheke kaufen. Bei hartnäckigen Schimmelherden müssen Sie Flächen teilweise mehrfach behandeln.

Das sollten Sie beachten:
Tragen Sie bei der Schimmelentfernung immer Atemschutz, Gummihandschuhe und Schutzbrille und sorgen Sie für eine gute Belüftung des Raumes. Verwenden Sie keinen Essig und auch keinen Schimmelentferner.
Sind zum Beispiel ganze Wände von grünem Schimmel befallen, sollte die Entfernung wegen der hohen Gesundheitsrisiken durch einen Fachmann erfolgen.

Hilfreiche Tipps, um einem Befall von grünem Schimmel vorzubeugen

Wie andere Schimmelpilzarten benötigt grüner Schimmel zum Wachstum Feuchtigkeit. Daher sollten Sie vor allem einer erhöhten Luftfeuchtigkeit vorbeugen:

  • Stoßlüften mehrfach täglich für 5-10 Minuten bei weit geöffnetem Fenster sorgt für einen guten Luftaustausch in den Wohnräumen und verringert die Luftfeuchtigkeit. Lüften Sie vor allem Küche und Bad häufiger.
  • Möbel sollten nicht zu nah an Außenwänden platziert werden, da hier ansonsten eine unzureichende Belüftung vorliegt: Rücken Sie Möbel um ein paar Zentimeter von der Wand weg.
  • An schlecht isolierten Wänden, Fenstern oder Türen bildet sich oft Kondenswasser, welches Schimmelpilzen ideale Lebensbedingungen verschafft. Sorgen Sie für eine bessere Isolierung und befreien Sie entsprechende Stellen von Kondenswasser zumindest regelmäßig ab.
  • Beheizen Sie alle Räume durchgängig und gleichmäßig und lassen sich schadhafte Feuchtigkeitssperren an Fundamenten oder Kellerwänden sanieren.

 


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Zum Weiterlesen:

[1] Universität Würzburg, „Pilzinfektion: In den Genen liegt das Risiko“:  https://www.uni-wuerzburg.de/sonstiges/meldungen/single/artikel/pilzinfekt-1/

Wikipedia "Gießkannenschimmel": https://de.wikipedia.org/wiki/Gie%C3%9Fkannenschimmel

 

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