Alternaria SchimmelAlternaria – einer der häufigsten Schimmelpilze

Die Schimmelpilzgattung Alternaria ist neben der Gattung Cladosporium der häufigste extramurale  Schimmelpilz, also ein Mikropilz, der außerhalb von Gebäuden am häufigsten vorkommt. Alternaria gehört zu den sogenannten Schwärzepilzen (Dematiacae) oder schwarzer Schimmel. Bei diesen färben sich Sporen (Konidien) und Hyphen durch Einlagerung von Melanin braun bis schwarz. Es gibt etwa 50 Unterarten. Man findet sie bevorzugt in der Erde.

Da sie gern auf Pflanzen und Laub wachsen, kommen sie oft im Wald und in Gärten vor. Unterarten sind beispielsweise A. alternata, A. citri oder A. solani. Ihnen allen ist gemein, dass sie sich als imperfekte Pilze (Deuteromycetes) ohne sexuelle Befruchtung über Sporen vermehren.

Die Alternaria-Krankheit bei Pflanzen

Schimmelpilze der Gattung Alternaria haben durch den Befall von Kulturpflanzen vor allem eine wirtschaftliche Bedeutung. Besonders, wenn die Pflanzen durch Trocken- oder Hitzestress geschwächt sind oder der Boden sehr feucht ist, breitet sich der Pilz schnell aus. Bei Kartoffeln führt A. solani zur Dürrefleckenkrankheit mit größeren, kreisrunden Blattflecken. Die kleinfleckige Sprühfleckenkrankheit wird von A. alternata hervorgerufen. Die sogenannte Rapsschwärze wird durch A. brassicae verursacht. A. citri kann bei Zitrusfrüchten zu beträchtlichen Ernteausfällen führen. An Getreide tritt Alternaria häufig bei feuchter Witterung gemeinsam mit anderen Schwärzepilzen auf. A. tenuissima befällt vor allem Obst und Gemüse.

Alternaria-Schimmelpilze in der Wohnung

Schimmelpilze der Gattung Alternaria findet man auch im Wohnbereich. A. tenuissima wächst beispielsweise auf der Blumenerde von Zimmerpflanzen. A. alternata ist häufig neben anderen Schwärzepilzen ein Bestandteil von Wandschimmel bei hoher Feuchtigkeit. Mauerwerk, Holz, Tapeten und Einrichtungsgegenstände können von diesem mit einem schwarzen Film überzogen werden. Sogar Textilien und Anstriche können betroffen sein. Alternaria finden sich vor allem bei feuchter Lagerung auch auf Lebensmitteln wie Obst, Gemüse oder Mehl. Da sie gern auf trockenen Pflanzen sitzen, kommen sie oft auch im Garten vor. Empfindliche Personen sollten hier vom Rasenmähen und sonstigen Arbeiten zur Hauptsaison von Mai bis September absehen, denn die Mikropilze können Allergien hervorrufen.

Gesundheitsprobleme durch Alternaria

Allergien durch Alternaria äußern sich wie Heuschnupfen. Da die Sporen zur selben Zeit wie die meisten Pollen fliegen, bleibt eine Schimmelpilzallergie oft lange unerkannt. Häufig tritt die Allergie ganzjährig auf, da die Sporen auch innerhalb der Wohnung verbreitet sind. So hilft oftmals nur eine Hyposensibilisierung, die Beschwerden zu mildern. Nicht selten sind es die Mykotoxine, wie Tenuazonsäure oder Tentoxin, welche die Allergien hervorrufen. Bei gesunden Menschen wirkt A. alternata nicht pathogen. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, beispielsweise nach einer Organtransplantation, sind Infektionen bekannt. Diese Mykosen können mit Infektionen der Fingernägel oder der Nasennebenhöhlen glimpflich verlaufen. Sie können aber auch bis ins Gehirn oder ins Knochenmark vordringen und tödlich enden.