Schimmel AlternariolWo kommt Alternariol vor?

Alternariol ist ein Schimmelpilzgift, das von Schimmeln der Gattung Alternaria – besonders von der Art Alternaria alternata – gebildet wird. Diese Schimmelpilze werden auch „Schwärzepilze“ genannt, da die Sporen dunkelbraun bis schwarz pigmentiert sind. Sie werden in erster Linie im Erdboden nachgewiesen und kommen bevorzugt in Sumpfgebieten, Wäldern, Wiesen und im Garten vor. Hier zersetzen sie vorrangig Pflanzen und Laub und tragen auf diese Weise einen unerlässlichen Beitrag zum Stoffkreislauf des gesamten Ökosystems bei.

Welche Auswirkungen kann Alternariol auf die Gesundheit haben?

Alternariol wird häufig mit allergischen Reaktionen in Verbindung gebracht. Husten, Asthma, Schnupfen oder Nesselsucht können die Folgen sein. Empfindlichen Personen wird daher empfohlen, vor allem in den Monaten Juli und August intensive Gartenarbeit und ausgedehnte Waldspaziergänge zu meiden. Besonders in diesen Monaten ist aufgrund der klimatischen Bedingungen die Verbreitung von Sporen der Schimmelpilz-Gattung Alternaria sehr ausgeprägt. Über die Luft werden die Sporen weit verteilt und können so neue Lebensräume besiedeln. Die Schimmelpilze der Gattung Alternaria gelten somit als ubiquitär. Es besteht der Verdacht, dass das von Unterarten gebildete Alternariol eine krebserregende und fruchtschädigende Wirkung hat. So kann ein Zusammenhang zwischen diesem Schimmelpilzgift und Missbildungen des Embryos sowie Erbgutveränderungen nicht ausgeschlossen werden.

Alternariol – Schimmelpilzgift im Alltag

Im Haushalt wurde das Schimmelpilzgift ebenfalls nachgewiesen: Besonders auf Getreide, Obst und Gemüse können gelegentlich Spuren von Alternariol gefunden werden. Brot und Mehl, aber auch sämtliches Obst wie Äpfel, Melonen, Himbeeren, Erdbeeren, Trauben, Mandarinen sowie Tomaten, Kartoffeln, Oliven und Nüsse stellen einen optimalen Lebensraum für produzierenden Arten dar. In manchen Fällen können Sporen auch auf verschiedenen Textilien sitzen. Ebenso wachsen alternariolbildende Arten auf Tapeten und Hausanstrichen. Das optimale Wachstum findet bei einer Temperatur zwischen 25 und 28 °C statt. Allerdings können die produzierenden Arten auch bei Temperaturen bis zu 5°C bestehen. Das MykotoxinAlternariol selbst übersteht wesentlich höhere und tiefere Temperaturen unbeschadet. Ein Abtöten des Schimmelpilzgifts ist weder durch Einfrieren noch durch Abkochen der mit Alternariol belasteten Lebensmittel möglich.