Fumagillin SchimmelWo kommt Fumagillin Natur und Haushalt vor?

Fumagillin wird von der Art Aspergillus fumigatus gebildet. Hierbei handelt es sich um einen Schimmelpilz der Gattung Aspergillus. Seine rauchgrüne Farbe wird von einem Pigment in den Pilzsporen verursacht. Beim Aspergillus fumigatus handelt es sich um einen saprophylen Pilz, der überwiegend in toter und sich zersetzender organischer Substanz zu finden ist. Optimale Lebensbedingungen finden sich daher in Biotonnen, Komposthaufen und Blumenerde, wo Fumagillin hervorragend produziert werden kann. Eine Vergiftung des Menschen erfolgt in der Regel durch Einatmen oder Nahrungsaufnahme.

Wie wirkt Fumagillin?

Durch das Einatmen des Schimmelpilzgifts können allergische Reaktionen des Atemapparats beim Menschen entstehen. Fumagillin ist geeignet, den Organismus von Menschen und anderen Lebewesen zu schaden. So hat das Schimmelpilzgift eine antibiotische Wirkung auf Amöben und Einzeller. In Nordamerika ist Fumagillin in verschiedenen Formen als Mittel bei Mikrosporidiose zugelassen. Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung verschiedener Lebewesen durch Einzeller (Protozoen). Das kann eine Nosemose – eine Erkrankung der Honigbiene durch Einzeller – oder auch eine durch Protozoen verursachte Bindehautentzündung sein. Aufgrund seiner hohen Neurotoxizität wird das Mykotoxin als Medikament zur Krebstherapie erforscht. Auch eine positive Wirkung bei Malaria ist nachgewiesen.

Fumagillin im Alltag

Fumagilin produzierende Arten findet man überall – von der Antarktis bis zur Sahara. Das optimale Wachstumsspektrum, etwa von Aspergillus fumigatus, liegt bei Temperaturen zwischen 37- und 43°C. Die Minimal- und Maximalwerte liegen zwischen 10-12°C und 52-55°C. Auch der Wohnbereich von Häusern und Wohnungen kann die passenden Voraussetzungen für das Wachstum des Schimmelpilzes bieten. Bei ausreichender Wasseraktivität und verfügbaren Nährstoffen bilden sich sogenannte Hyphen – Pilzzellen. Zellulosehaltige Materialien wie Textilien, Papier und Tapeten reichen dabei als Nährstoffe aus. Die Sporen sind klein und sehr widerstandsfähig gegenüber Temperatur, Austrocknung oder Desinfektionsmitteln. Getreide und Backwaren, Obst und Gemüse sowie Käse und Joghurtprodukte können durch Fumagillin belastet werden. Sogar auf kalkhaltigen Gesteinen können produzierende Arten nachgewiesen werden.