Satratoxin SchimmelpilzgiftSatratoxin – Vorkommen in der Natur und in Wohnräumen

Satratoxin ist ein sehr potentes Schimmelpilzgift, das vom Schlauchpilz Stachybotrys chartarum gebildet wird. Es gehört zur Gruppe der Trichothecene. Man unterscheidet drei Typen Satratoxine: F, G und H. Beim Stachybotrys handelt es sich um einen zelluloseabbauenden Schimmelpilz, der auch in Innenräumen, meist nach Wasserschäden, auftreten kann. In diesen Fällen konnte das Schimmelpilzgift in Gipskartonplatten, Tapeten und Papier nachgewiesen werden. Der saprophile Pilz ist schleimig und mit schwarzer, dunkelgrauer Färbung.

Satratoxin –  gefährliche Auswirkungen auf die Gesundheit

Schon bei geringer Sporenkonzentration in der Raumluft kann das Mykotoxin Satratoxin Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit oder Konzentrationsschwäche auslösen. Die Aufnahme von Satratoxin kann zu systemischen Vergiftungserscheinungen führen. Von Reizungen der Mund- und Nasenschleimhaut, nässenden Hautentzündungen, Durchfall, Störungen der Atemwege (Bronchitis, Asthma), Brustschmerzen und erhöhter Temperatur, bis hin zu Nasen- und Lungenblutungen können sämtliche, durch das Schimmelpilzgift verursachte, Symptome auftreten. Veränderungen des weißen Blutbildes und Herzrhythmusstörungen, sowie alzheimerähnliche Auswirkungen können ebenfalls die Folge sein. Die Auswirkungen der Satratoxinaufnahme können auch erst Stunden später erkennbar sein. Eine solche Vergiftung verläuft in vier Stadien, während das letzte Stadium keine Nahrungsaufnahme mehr zulässt und zum Tode führen kann.

Satratoxin – Besonderheiten des Schimmelpilzgifts

Zurzeit gibt es noch keine Gegenmittel oder schnellen Nachweisverfahren, die zur Erkennung oder Behandlung einer Vergiftung durch Satratoxin dienlich sein könnten. Eine praktikable Therapiemöglichkeit besteht in der Gabe von Adsorptionsmitteln, wie Aktivkohle, die die Gifte im Körper binden und die Wirkung vermindern können. Satratoxin kann auch über den bloßen Kontakt mit der Haut aufgenommen werden und so zu diversen Vergiftungserscheinungen führen. Auch die Sporen abgestorbener Schimmelpilze können noch toxisch oder allergen auf den Menschen wirken. Der Schimmelpilz lässt sich über ein einfaches Nachweisverfahren bestimmen: dem Abklatschverfahren.