T-2-Toxin SchimmelpilzgiftT-2-Toxin Schimmelpilzgift auf Getreide

T-2-Toxin ist ein Schimmelpilzgift aus der Gruppe der Trichothecene. Es ist ein Fusarium-Toxin, das von der Gattung der Fusarien gebildet wird, vor allem von den Arten Fusarium sporotrichioides und Fusarium tricinctum. Hauptsächlich findet man es auf Lebens- und Futtermitteln, insbesondere verschimmelten Getreidearten, wie Weizen, Hafer und Mais. Reis gilt als weitestgehend resistent gegen den Befall durch Produzentzen des Mykotoxins. Auch Roggen und Gerste werden eher selten befallen. T-2-Toxin ist nicht nur für den Menschen giftig, sondern auch für Säugetiere und Vögel.

Wirkung von T-2-Toxin

Die Einnahme des Schimmelpilzgifts kann schwere Vergiftungen bei Mensch und Tier hervorrufen. Die Wirkung von T-2-Toxin erfolgt meist in vier Phasen, wobei sich die erste Phase mit Brennen im Mund- und Rachenraum bemerkbar macht. In der zweiten Phase kann es zu Gastroenteritis – einer entzündlichen Erkrankung des Magen-Darm-Trakts, Durchfall und Erbrechen kommen. Ungefähr 2-8 Wochen nach der Infektion kann das Knochenmark angegriffen werden, sodass es zu Störungen der Blutzellenbildung kommen kann. Die Bildung von Nekrosen (Zellabbau) im Haut- und Atemtrakt kann folgen. Es können sich Lungenabszesse und Lungenblutungen bilden. Eine Kontamination mit dem Schimmelpilzgift kann im letzten Stadium zum Tod führen.

Besonderheiten von T-2-Toxin

T-2-Toxin ist ein Schimmelpilzgift mit einer hohen Thermostabilität. Es wird erst bei Temperaturen über 200°C inaktiviert und ist in Wasser unlöslich. Das Mykotoxin wird nicht nur über die Nahrung aufgenommen. In einigen Ländern wurde das T-2-Toxin für militärische Zwecke genauer untersucht und erforscht. Aufgrund seiner geringen Toleranz gegenüber UV-Licht und Wärme konnte es jedoch keine Anwendung in diesem Bereich finden. Im 2.Weltkrieg erkrankten in Russland Tausende durch den Verzehr kontaminierten Getreides. Heutzutage kommt das Schimmelpilzgift eher seltener vor. Der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der Europäischen Union (SCF) hat als tägliche, tolerierbare Höchstgrenze für die Summe der Aufnahme von T-2 und HT-2-Toxin einen Wert von 0,06 Mikrogramm je Kilogramm Körpergewicht festgelegt.