Verruculogen SchimmelpilzgiftVerruculogen- Gift für den Körper?

Verruculogen ist ein Schimmelpilzgift, das von Schimmeln der Gattung Aspergillus produziert wird. So ist insbesondere die Art Aspergillus fumigatus für die Herstellung von Verruculogen verantwortlich. Dieser Schimmelpilz kommt verstärkt im Bioabfall, in Komposthaufen und im Erdboden vor. Hierbei handelt es sich um einen saprophilen Pilz, der sich vorrangig von sich zersetzender organischer Substanz ernährt. Folglich kann Verruculogen unter ungünstigen Bedingungen ebenfalls an diesen Stellen nachgewiesen werden.

Der Schimmelpilz wächst in Kolonien und hat in den Sporen graugrüne Farbpigmente. Er beginnt sein Wachstum als extrem kleine Konidie, die widerstandsfähig gegenüber Desinfektionsmitteln und Austrocknung ist.

Auswirkungen auf den Körper

Verruculogen hat toxische Wirkungen auf den menschlichen Körper. So können die Epithelzellen der Atemwege angegriffen werden. Es besteht zudem auch der Verdacht, dass die Bildung von Tumoren gefördert werden könnte. Nachgewiesen ist die tremorgene Wirkung, die sich durch unkontrolliertes Zittern verschiedener Gliedmaßen, eine Übererregbarkeit, Krämpfe und Ataxien bemerkbar machen kann. Untersuchungen ergaben, dass eine mutagene Wirkung hingegen ausgeschlossen werden kann. Verschiedene Anzeichen deuten darauf hin, dass Verruculogen eine bedeutende Rolle bei einer Aspergillose spielt. Hierbei handelt es sich um eine schwere Lungeninfektion, die durch Schimmelpilze verursacht werden kann.

Die Verbreitung von Verruculogen

Bei Aspergillus fumigatus handelt es sich um eine Schimmelpilzart, die weit verbreitet ist. So wird auch Verruculogen über die Sporen in der Luft verteilt und ist nahezu überall zu finden. Tests haben ergeben, dass die Produktion des Schimmelpilzgifts stark von der Temperatur und vom Nährboden abhängig ist. So wurde es bei einer Temperatur von 25°C zusammen mit Fumagillin gebildet. Bei 37°C hingegen sank die Bildung des Schimmelpilzgifts enorm. Dafür wurden andere Toxine gebildet. Aus diesem Grund gehen die Ergebnisse der genauen Konzentration des Mykotoxins stark auseinander. Während in einigen Untersuchungen Aspergillus fumigatus lediglich 40 % des Toxins produzierte, waren es in anderen Versuchsreihen bis zu 91 %, je nach Setzung der Untersuchungsparameter.