Warum tritt Schimmel häufig im Keller auf?

Schimmel haben im Keller häufig leichtes Spiel. Die Gründe hierfür liegen klar an den Umgebungsbedingungen dieser Räumlichkeiten. Keller sind in den meisten Fällen kühler und feuchter als die restlichen Räume des Hauses. Die Luftzirkulation ist bei nicht bewohnten Kellern nicht immer ausreichend gegeben, sodass Schimmel ungestört wachsen können. Schimmelpilze benötigen in der Regel kein Licht und bilden bevorzugt in dunklen Kellerräumen reichlich Ascosporen, wie beispielsweise Arten der Gattung Chaetomium.

 

Schimmel im Keller – was ist der Echte Hausschwamm?

Im Keller kommen verschiedene Arten von Schimmel vor. Der Hausschwamm ist ein Pilz, der in erster Linie holzzerstörend wirkt und daher ein deutliches Gefahrenpotenzial für Gebäude bedeutet. Er bevorzugt ein feuchtes, nicht zu kaltes Milieu und ist auf zellulosehaltige Materialien, wie Tapete, Papier, Stroh, Spanplatten und Holz angewiesen. Beim Echten Hausschwamm handelt es sich um einen Oberflächenpilz mit einem bräunlichen, weißrandigen Fruchtkörper. Bei starkem Befall lässt sich das Holz mit der bloßen Hand eindrücken. Bei starker Zugluft kann das Mycel des Hausschwamms absterben.

Per definition gehört der Echte Hausschwamm nicht zu den Schimmelpilzen, er ist jedoch als bedeutender Materialzerstörer bekannt.

Schimmel im Keller – was muss bei einem Befall mit Hausschwamm beachtet werden?

Dieser Pilz ist Hauptverursacher für Schwammbefall an Gebäuden, der als schwerer Baumangel meldepflichtig ist. Ein solcher Befall muss grundsätzlich fachmännisch beseitigt werden. Durch Gutachter ist das Ausmaß des Hausschwamms festzustellen. Entsprechende Sanierungsarbeiten sind in jedem Fall von Spezialisten umzusetzen. Der echte Hausschwamm hat die besondere Fähigkeit, auch über anorganischem Material wie Putz oder Mauerwerk zu wuchern. Bei einer Holzfeuchtigkeit von 35-60 % wächst der Schimmel im Keller perfekt. Sein Temperaturoptimum in der Raumluft liegt bei 18-22°C, bei über 26°C stellt er sein Wachstum abrupt ein.

Wie kann man Schimmel im Keller vorbeugen?

Häufig beginnt Schimmel im Keller in den Sommermonaten. Durch falsches Lüften gelangt warme Luft ins Haus. Die Luft dringt in den Keller, wo die sich abkühlende Luft das Wasser nicht mehr halten kann. Es bilden sich Kondensationsstellen, die Schimmel optimale Lebensbedingungen bieten. Im Sommer sollten die Fenster daher nur nachts oder in den frühen Morgenstunden geöffnet werden. Kellerräume sollten ebenfalls regelmäßig gelüftet werden. Eine Temperatur von 16-18°C ist anzustreben. Gegebenenfalls ist das Beheizen der Räume notwendig. Die Heizkosten hierfür sind deutlich geringer als die Sanierungskosten die entstehen können, wenn sich Hausschwamm oder  Schimmel im Keller breit gemacht hat. Ein Feuchtemessgerät – Hygrometer – ist für Kellerräume sinnvoll, um eine Kontrolle über die dort befindliche Luftfeuchtigkeit zu erhalten. Luftentfeuchter sind zur Vermeidung von Schimmelpilzen ebenfalls dienlich, besonders wenn in Kellerräumen noch Trockner und Waschmaschine arbeiten.

 

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