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Aflatoxin

aflatoxinAflatoxine sind eine Untergruppe der Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) und zählen zu den stärksten in der Natur vorkommenden Giften. Aflatoxine stellen unter anderem wegen ihres krebserregenden Potenzials eine Gesundheitsgefahr dar.

Aflatoxin – von wechen Schimmelpilzen wird es gebildet?

Während Mykotoxine von sehr vielen Schimmelpilzen gebildet werden, wird Aflatoxin nur von Schimmelpilzen der Gattung Aspergillus gebildet. Der Namen des Schimmelpilzgiftes leitet sich von dem Schimmelpilz Aspergillus flavus ab. Bei diesem wurde die Bildung des Giftes erstmals beobachtet. Neben Aspergillus flavus kann Aflatoxin unter anderem noch von Aspergillus parasiticus und Aspergillus nomius freigesetzt werden. Die Schimmelpilze der Gattung Aspergillus (Gießkannenschimmel) umfassen insgesamt weit über 300 Arten. Als Nährboden bevorzugen Aspergillus-Arten tote organische Substanz. Einige Aspergillus-Arten können jedoch auch Menschen, Tiere und Pflanzen als Wirt nutzen. Aspergillus-Schimmel hat meist eine gelblich-braune bis gelblich-grüne Farbe.

Hohe Gesundheitsgefahren durch Aflatoxine

Bislang sind 6 verschiedene Aflatoxine bekannt: B1, B2, G1, G2, M1 und M2. Als besonders gefährlich gilt Aflatoxin-B1. Dieses Schimmelpilzgift hat eine sehr starke krebserregende Wirkung. Da sich das Gift in der Leber anreichert, ist das Organ bei einer erhöhten Aufnahme von Aflatoxin-B1 besonders häufig von Krebs (kleinzelliges Leberkarzinom) betroffen. Aflatoxine sind aber auch mögliche Auslöser von Leberinsuffizienz, Schäden an Herz, Nieren und Nervensystem, Fruchtbarkeitsstörungen sowie Entwicklungsstörungen bei Kleinkindern.

Schimmelpilze der Gattung Aspergillus können außerdem eine Aspergillose hervorrufen. Bei dieser ernsthaften Erkrankung kommt es teilweise zu einer direkten Besiedlung von zum Beispiel Lunge oder Haut mit dem Schimmelpilz. Immungeschwächte Menschen sind generell besonders empfindlich gegenüber Mykotoxinen und entwickeln deutlich häufiger einer Aspergillose. Auch der Organismus von kleinen Kindern kann die Aufnahme von Mykotoxinen schlecht kompensieren.Aflatoxine können über belastete Nahrung, die Haut oder die Atemwege aufgenommen werden. Für Nahrungsmittel gilt für die Schimmelpilzgifte ein Grenzwert von 2 µg/kg. Aspergillus Flavus bzw. Alfatoxin-B1 kommt zum Beispiel verstärkt in Nüssen, Pistazien, Getreide, Feigen, Leber und Nieren vor [1].

Gefahr durch Aflatoxine in Innenräumen?

Direkte Gesundheitsgefahren von Aflatoxinen in Innenräumen gehen nur von relativ hohen Sporenkonzentrationen, bei direktem Hautkontakt oder der oralen Aufnahme von Schimmelpilzen aus. Hohe Sporenkonzentrationen können zum Beispiel bei Schimmelsanierungsarbeiten oder großen Schimmelherden erreicht werden. In Deutschland gibt es jedoch bislang keine Grenzwerte für Schimmelpilzsporen in der Luft. Einige der besonders gesundheitsschädlichen Aspergillus-Arten können auch auf Tapeten, Leder, Holz Baumwolle und Mauerwerk wachsen, wenn ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist. Das Mycel („Wurzeln“) von Aspergillus-Schimmelpilzen ist durchsichtig. Die eigentliche Ausbreitung des Schimmelpilzes kann also weit über den sichtbaren Befall hinausgehen. Spezielle Raumlufttests können die Belastung mit Aspergillus-Sporen relativ genau erfassen.

Referenzen:
[1] Bundesinstitut für Risikobewertung, „Aflatoxine“