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Schimmelspray

schimmelspraySchimmelspray funktioniert etwa so wie Maßnahmen zur Ersten Hilfe nach einem Unfall. Das Unfallopfer ist versorgt, muss aber später von einem Arzt untersucht werden. Nur dann können alle Verletzungen diagnostiziert werden. Vergleichbar verhält es sich bei Schimmelbefall. Ursachen müssen ergründet und abgestellt werden. Andernfalls tritt der Schimmel immer wieder auf. Für einen dauerhaften Einsatz sind Anti-Schimmel-Sprays daher nicht gedacht.

Schimmel entfernen im Haushalt

Handelt es sich um eine kleinere, von Schimmel befallene Fläche (bis etwa einem halben Quadratmeter) können Sie das Problem mit Schimmelspray eventuell beheben. Auch auf größeren Arealen hilft ein Spray vorübergehend. Denn eine gründliche Sanierung ist oft nicht im Handumdrehen zu bewerkstelligen. Langfristig erfordert die Schimmelbeseitigung hier jedoch mehr als einen Schimmelentferner aus der Sprühdose. So ist beispielsweise das Aufbringen von Schimmelspray auf Tapete immer nur eine Notlösung.

Hätten Sie es gewusst?

Wir atmen, schwitzen und gehen in unseren Wohnräumen alltäglichen Verrichtungen wie Duschen, Kochen, Wäschewaschen usw. nach. Dabei produziert jeder von uns Feuchtigkeit. Bei einer vierköpfigen Familie können zwischen zehn und zwölf Liter am Tag entstehen, die als Wasserdampf an die Raumluft abgegeben werden. Je wärmer und trockener die Raumluft ist, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. Ist ihre Aufnahmefähigkeit erschöpft, sammelt sich die Luftfeuchtigkeit an den kühlsten Flächen (Außenwände, Fensternischen, Fliesen im Bad etc.). Trocknet sie dort nicht wieder ab, bilden diese Stellen den perfekten Nährboden für Schimmelpilzsporen.

Unterschiedliche Wirkstoffe in Schimmelsprays

Handelsübliche Mittel gegen Schimmel enthalten verschiedene Wirkstoffe. Experten warnen vor Mitteln zur Schimmelentfernung, die Fungizide enthalten. Damit holen Sie sich Stoffe in ihre Wohnräume, die Ihrer Gesundheit ebenso schaden können wie der Schimmel selbst.

Viele Sprays gegen Schimmel enthalten Chlorverbindungen. Die Hersteller versprechen meist, der Chlorgeruch verflüchtige sich nach wenigen Tagen. Häufig hält er sehr viel länger an. Wohnen mit Schwimmhallenfeeling? Das mögen die Wenigsten.

Im Handel finden Sie aber auch Anti-Schimmel-Sprays, die keine Chlorverbindungen enthalten. Wirkstoff ist hier beispielsweise Wasserstoffperoxid, mitunter auch Silber. Falls Sie Schimmelsporen in der Küche, im Kinder- oder Schlafzimmer besprühen wollen, wählen Sie besser ein chlorfreies Spray. Oder Sie versuchen es mit einem Hausmittel.

Alternativen zu chemischen Schimmelentfernern

spiritus-gegen-schimmelAnstelle handelsüblicher Sprays können Sie auch Hausmittel verwenden, um Schimmelsporen zu beseitigen. Ein wirksames Mittel ist hochprozentiger Reinigungsalkohol, wobei die Alkoholkonzentration bei etwa 70 bis 80 Prozent liegen sollte. Auch Brennspiritus kann verwendet werden. Bewährt hat sich außerdem eine fünfprozentige Sodalösung, die Sie in der Apotheke erwerben können.

Anti-Schimmel-Mittel im Test

Als die Stiftung Warentest 2014 insgesamt 20 Schimmelentferner untersuchte, bestätigte sie, dass alle getesteten Mittel Schimmelpilze abtöteten. Ein Ergebnis der Untersuchung mahnt allerdings zur Vorsicht. Einige der getesteten Lösungen und Sprays, die Hypochlorit enthielten, strapazierten die Atemwege der Anwender stark. Achten Sie deshalb beim Kauf eines Sprays zur Schimmelbeseitigung genau auf die Inhaltsstoffe.

Vorsicht bei der Anwendung von Schimmelspray

Wenn Sie einen Schimmelherd selbst behandeln wollen, ergreifen Sie unbedingt Vorsichtsmaßnahmen. Es sollte verhindert werden, dass Pilzsporen in die Raumluft gelangen und von Ihnen oder anderen eingeatmet werden. Feuchten Sie die zu behandelnden Flächen deshalb zuerst an.

Zu Ihrem eigenen Schutz sollten Sie bei der Anwendung von Schimmelspray Folgendes tragen:

 Handschuhe

 Mundschutz

 Schutzbrille

 eventuell sogar einen Einweg-Arbeitsoverall

Nach Nutzung sollten Sie alles im Hausmüll entsorgen. Das schützt Sie vor dem Kontakt mit den gesundheitsschädlichen Schimmelpilzsporen und zugleich vor Tropfen und aggressiven Dämpfen, die beim Versprühen freiwerden. Aufgrund brennbarer und explosiver Inhaltsstoffe darf während der Arbeit keine Flamme entzündet werden. Rauchen ist also zu unterlassen.

Benutzen Sie ein handelsübliches Spray und halten Sie sich genau an die Gebrauchsanweisung. Denn die empfohlenen Einwirkzeiten sind sehr unterschiedlich. Ansonsten ähnelt sich die Anwendung von Anti-Schimmelspray bei fast allen Produkten.

  Zunächst einen Lappen mit dem Spray benetzen und damit die zu behandelnden Areale abwischen.

 Anschließend die Sprühflasche in etwa 20 Zentimetern Abstand halten und das Spray aufsprühen.

 Nach der empfohlenen Einwirkdauer das Mittel abgewischen. Anschließend sollten Sie ausgiebig Lüften.

Einige Anbieter empfehlen wiederholte Anwendungen.

Hätten Sie es gewusst?

Aus einer einzigen Schimmelpilzspore kann unter günstigen Bedingungen eine neue Pilzkolonie entstehen. Feuchte Untergründe bilden einen idealen Nährboden für das Wachstum. Sorgen Sie nach einer Behandlung mit Schimmelspray an einer Wand dafür, dass eventuell noch verbliebene Sporen nicht erneut Fuß fassen können. An warmen, trockenen Wänden wächst kein Schimmel.

Erneutem Schimmelbefall vorbeugen

wie-heize-ich-richtigSchimmel mag es gern feucht. Auch große Temperaturunterschiede innerhalb der Wohnung begünstigen den Befall mit Schimmel. Deshalb gehören gleichmäßiges und kontinuierliches Heizen sowie regelmäßiges Lüften zu den wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen. Empfohlen wird das Stoßlüften über fünf bis zehn Minuten mindestens zweimal am Tag. Überprüfen Sie in fensterlosen Bädern regelmäßig, ob die Entlüftung richtig funktioniert.

Entfernen und erneuern Sie vom Schimmel befallene Silikonfugen. Tapeten mit Schimmelbewuchs langfristig unbedingt von der Wand lösen und entsorgen. Nur so erkennen Sie, ob sich der Schimmel bereits in der Wand dahinter eingenistet hat.


Zum Weiterlesen:
Umweltbundesamt "Häufige Fragen bei Schimmelbefall"
Verbraucherzentrale "Wie Schimmel beseitigt wird"

Führer G, 2004: Schimmelpilze erkennen und richtig sanieren, Umwelt Medizin Gesellschaft